Die Funktion „Transfer“ dient dazu, aktive Sendungen zwischen Standorten zu verschieben. Mit ihrer Hilfe kann der aktuelle Standort einer oder mehrerer Sendungen geändert werden, beispielsweise wenn die Sendung von einem Lager in ein anderes Lager, in ein Fahrzeug, zu einer Paketstation oder an einen anderen Standort gebracht wird.
In Deliveo erfolgt die Verwaltung der Standorte über den Menüpunkt „Stammdaten / Standorte“. Hier können die verfügbaren Standorte angelegt und verwaltet werden. Die Liste der an einem bestimmten Standort befindlichen Sendungen lässt sich in den Sendungslisten durch Filtern nach der Spalte „Standort“ abrufen.
Die Funktion „Transfer“ kann auf zwei Arten genutzt werden:
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Massenübertragung – zum gleichzeitigen Verschieben mehrerer, nach bestimmten Kriterien ausgewählter Sendungen.
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Transfer auf Paketebene – zum Verschieben einzelner Sendungen, typischerweise mithilfe eines Barcode-Scanners.
Massenumschlag
Der Massen-Transfer kann verwendet werden, wenn mehrere Sendungen gleichzeitig an denselben Zielort verschoben werden sollen.
Ein typischer Anwendungsfall wäre beispielsweise:
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die Weiterleitung von Sendungen, die von einem bestimmten Depot versandt werden;
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das Aussortieren von Sendungen, die in eine bestimmte Stadt oder einen bestimmten Bezirk gehen;
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die Umverteilung der Sendungen eines bestimmten Kunden;
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die Auswahl von Sendungen, die zu einem bestimmten Partner gehören;
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die Sortierung nach Gewicht, Volumen oder anderen Sendungsdaten.
Auswahl der Quellsendungen
Geben Sie im Filterbereich auf der linken Seite zunächst den Ursprungsstandort ein. Das System wählt die Sendungen von diesem Standort aus und verlegt sie.
Neben dem Quellstandort können weitere Filterkriterien angegeben werden. Zu den verfügbaren Kriterien gehören:
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Kunde
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Partner
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Abholzeitpunkt
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Postleitzahl des Absenders
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Zugangs-ID des Absenders
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Zone des Absenders
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Zustellzeitpunkt
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Postleitzahl des Empfängers
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Zugangs-ID des Empfängers
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Zone des Empfängers
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Gewicht
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Volumen
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Etikett gedruckt
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Versandt
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Eingegangen
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Nur Sendungen mit Abholstelle
Bei Postleitzahlen und bestimmten Identifikationsnummern können sowohl Anfangs- als auch Endwerte angegeben werden, sodass auch nach einem Bereich gefiltert werden kann.
Anhand der mit den Filtern „Gewicht“ und „Volumen“ festgelegten Grenzwerte können die Sendungen ausgewählt werden. Nachdem Sie die gewünschten Kriterien eingegeben haben, klicken Sie auf die Schaltfläche „Filter anwenden“.
Wenn am Ursprungsstandort Sendungen gefunden werden, die den angegebenen Kriterien entsprechen, werden diese in der Liste auf der Ursprungsseite angezeigt. Die zu verschiebenden Sendungen können hier ausgewählt werden.
Die Liste kann als zusammengefasste Information auch das Gesamtgewicht und das Gesamtvolumen der ausgewählten Sendungen anzeigen.
Filtervorlagen
Häufig verwendete Filtereinstellungen können als Vorlagen gespeichert werden.
Geben Sie im Feld „Vorlagenbezeichnung“ einen Namen ein und speichern Sie die Einstellung. Später kann die gespeicherte Vorlage ausgewählt werden, sodass nicht jedes Mal dieselben Filterkriterien neu eingestellt werden müssen.
Dies ist besonders nützlich, wenn Sendungen regelmäßig nach denselben Kriterien weitergeleitet oder sortiert werden.
Zielort angeben
Nach der Auswahl der Sendungen geben Sie den Zielstandort an. Dies ist der Standort, an den die ausgewählten Sendungen übertragen werden. Klicken Sie zur Ausführung des Vorgangs auf die Schaltfläche „Übertragen“.
Nach erfolgreichem Transfer ändert sich der aktuelle Standort der ausgewählten Sendungen in den als Ziel angegebenen Standort. Der Vorgang lässt sich also kurz wie folgt zusammenfassen:
Quellstandort → Filterung → Sendungen auswählen → Zielstandort → „Übertragen“
Transfer auf Paketebene
Der Transfer auf Paketebene eignet sich für Arbeitsabläufe, bei denen Sendungen einzeln an einen anderen Standort verlagert werden sollen.
Dies ist typischerweise bei der Verarbeitung mit Barcode-Scannern nützlich, beispielsweise im Lager, beim Verladen oder bei der Paketabfertigung auf Förderbändern. Die Funktion lässt sich über die Schaltfläche „Transfer auf Paketebene“ auf der Seite „Transfer“ aufrufen.
Zielstandort
Wählen Sie als ersten Schritt den Zielstandort aus. Alle anschließend erfolgreich verarbeiteten Sendungen werden an diesen Standort weitergeleitet.
Sendungsidentifikation
Die zu transportierende Sendung kann im Feld „DeliveoID / ESID“ identifiziert werden. Die Kennung:
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kann mit einem Barcode-Scanner eingelesen werden;
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oder manuell eingegeben werden.
Bei Verwendung eines Barcode-Scanners setzen Sie den Cursor in das Feld „DeliveoID / ESID“ und scannen Sie dann den entsprechenden Barcode auf dem Etikett der Sendung ein.
Ignorieren von Zeichen in der Identifikationsnummer
Bestimmte Barcodes können neben der eigentlichen DeliveoID oder ESID auch zusätzliche technische Zeichen enthalten.
Hierfür stehen die beiden Einstellungen zur Verfügung:
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So viele Zeichen am Anfang ignorieren
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So viele Zeichen am Ende ignorieren
Das System ignoriert die angegebene Anzahl an Zeichen am Anfang oder am Ende der eingelesenen Kennung und verwendet die verbleibende Zeichenfolge zur Identifizierung der Sendung.
Dies ist nützlich, wenn das verwendete Barcode-System dem DeliveoID- oder ESID-Wert ein Präfix oder Suffix hinzufügt.
Automatische Verarbeitung
Durch Aktivieren der automatischen Verarbeitung führt das System die Übertragung nach dem Einlesen ohne Benutzereingriff durch.
Dies ist vor allem für Kurierdienste nützlich, die große Paketmengen verarbeiten und Barcode-Lesesysteme an Toren oder Förderbandsysteme einsetzen.
Über die Zeiteinstellung kann festgelegt werden, nach welcher Zeit das System den Vorgang nach dem Empfang des letzten Zeichens automatisch ausführt.
Die Verzögerung kann in Sekunden eingestellt werden. Bei der automatischen Verarbeitung sieht der Arbeitsablauf beispielsweise wie folgt aus:
Scannen des Barcodes → Identifizierung → eingestellte Wartezeit → automatische Übertragung
Manuelle Verarbeitung
Wenn die automatische Verarbeitung nicht aktiviert ist, erfolgt die Übertragung nach dem Einlesen oder der manuellen Eingabe der Kennung erst durch Drücken der Schaltfläche „Übertragen“.
Die manuelle Verarbeitung ist sinnvoll, wenn der Bediener vor der Übertragung weitere Daten überprüfen oder eingeben muss.
Gewichtsmessung
Bei der Übertragung auf Paketebene kann die Funktion „Gewichtsmessung“ aktiviert werden. In diesem Fall kann das tatsächlich gemessene Gewicht der Sendung während der Übertragung im Feld „Gewicht“ eingegeben werden.
Der eingegebene Wert aktualisiert das zuvor erfasste Gewicht der Sendung. Besteht die Sendung aus mehreren Positionen, verteilt das System das angegebene Gewicht auf die einzelnen Positionen der Sendung.
Dies ist insbesondere bei der Fließbandabwicklung nützlich, bei der die Sendung gleichzeitig mit dem Einlesen des Barcodes gewogen werden kann, sodass das tatsächlich gemessene Gewicht in das System übernommen werden kann.
Auswirkung der Übertragung
Bei erfolgreicher Übertragung ändert sich der aktuelle Standort der Sendung auf den angegebenen Zielstandort. Die Transferfunktion erstellt daher keine neue Sendung und ändert auch nicht die Stammdaten der Sendung, sondern ändert den aktuellen physischen oder logischen Standort der bestehenden, aktiven Sendung im Deliveo-System.
Durch die richtige Verwendung der Standorte lässt sich beispielsweise nachverfolgen, ob sich eine Sendung:
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sich in welchem Depot befindet;
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in welches Fahrzeug sie verladen wurde;
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sich an welcher Abholstelle befindet;
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oder an welchem anderen Standort im Lieferprozess sie sich befindet.